Zurridge – alias “Zucchini-Porridge”

Hört ihr Leut’ und lasst euch sagen, es hat „Zucchinisaison“ geschlagen.
Vermutlich können sich die meisten Hobbygärtner wieder über eine reiche Ausbeute freuen, denn das grüne Kürbisgewächs ist recht anspruchslos und gedeiht auch in heimischen Beeten sehr gut. Wer keinen eigenen Garten hat, geht halt im Hofladen oder Supermarkt auf Zucchinijagd. Die Beute lässt sich ganz wunderbar zu Aufläufen, Gemüsepfannen oder Rohkostsalat verbrutzeln und -raspeln – oder einfach mal zum Frühstück verspachteln.

Ähm…wie war das…”zum Frühstück”?

Zucchini im Porridge klingt erstmal eigentümlich, ist aber lecker und ein bekömmlicher, gesunder Start in den Tag. Mit ein wenig Obst und Nüssen ist das „Zurridge“ bestimmt auch eine gute Möglichkeit, um Gemüsemuffeln ein wenig Grünzeug unterzujubeln.

Zucchini wirken entwässernd und enthalten u.a. Kalzium, Eisen, Vitamin A und C . Die Getreideflocken liefern Kohlenhydrate zum Muntermachen und bringen noch B-Vitamine und Zink ins Frühstücksschüsselchen.

Zutaten

250 ml Pflanzenmilch nach Wahl (bei mir ist es meistens Mandelmilch)
70 g Dinkelflocken, zart
1-2 EL Apfeldicksaft *)
100-120 g Zucchini

Obst oder Nüsse nach Gusto

*) wegen dem “Think-global-buy-local”-Dings. Wer keinen Apfeldicksaft findet, kann natürlich auch die Verwandschaft aus dem Ausland mit Namen “Ahornsirup” oder “Agavendicksaft” verwenden.)

Und wer skeptisch angesichts des Gemüsezeugs im süßen Frühstück ist, kann erstmal mit 100 g Zucchini anfangen. Wenn’s schmeckt, kann man lockerflockig beim nächsten Mal auf 120 g aufstocken.

Zubereitung im Terrormix

Zucchini in Stücken in den Terrormix geben, 3-4 Sekunden auf Stufe 5 zerraspeln und umfüllen (oder – wenn man so faul ist wie ich – gleich drinlassen und mit Milch und Flocken köcheln lassen. Dann wird es ingesamt zwar ein wenig “matschiger”, aber man hat ca. 5 Sekunden Lebenszeit und 1x Schüssel-Spülen gespart.)

Danach die Milch, Flocken und Apfeldicksaft in den Mixtopf schubsen, 8 Minuten / 90°C / Stufe 0,5 mit Linkslauf blubbern lassen, Zucchini zugeben und nochmal ca. 4 Minuten weiterkochen.


Zubereitung im Kochpott

Pflanzenmilch in einem Topf zum Kochen bringen, die Flocken einrühren und (unter Rühren) kurz durchblubbern lassen. Die Zucchini fein raspeln und in den Flockenbrei einrühren. Ahornsirup zugeben und das Ganze noch ca. 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.

Und weiter?

Frisches Obst ist ein prima Begleiter zum Zurridge und vor allem Vitamin-C-reiche Früchtchen wie Erd- oder Himbeeren verbessern die Eisenaufnahme – und schmecken. Selbstredend.

Besonders hungrige Frühstücker können die o.g. Menge durchaus komplett in einem Rutsch auffuttern – man kann die Menge aber auch auf 2 Portionen aufteilen. Am Folgetag schmeckts prima, wenn man 1 oder 2 EL Joghurt unterrührt.


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“Schüttelgurken” – Kühler Ratzfatz-Snack für heiße Tage

Grundsätzlich gehöre ich ja eher zu den Menschen, die immer und zu jeder Tageszeit alles essen können, und ich habe nie ein Problem damit gehabt, glühend heiße fetttriefende Pizza in der prallen Sonne zu verspachteln. Allerdings machen mich die Temperaturen ingesamt so träge und schlapp, dass ich schlichtweg zu faul wäre, mir besagte Pizza überhaupt erstmal zuzubereiten. Umso lieber mag ich schnelle Ratzfatzgerichte wie diese schlichten Gurken, die sich in Windeseile vorbereiten und auch länger im Kühlschrank parken lassen.

Zutaten

1 große Bio-Salatgurke
2 TL Senf
2 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
1 TL Agavendicksaft (oder ein Süßmittel nach Wahl)
1 TL gehackte TK-Petersilie (oder frisch)
Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Und so wird’s gemacht!

Die Gurke in Würfel schneiden, in ein Gefäß geben, alle anderen Zutaten zugeben, leicht durchschütteln, Deckel druff und ab innen Kühlschrank.
Fertig.

(Man muss hier übrigens keinen auf Barkeeper machen und die Gurken mit voller Inbrunst shaken, bis die Oberarme schlackern. Ein kurzes Durchrütteln reicht. Eben so, dass sich alle Zutaten so halbwegs vermischen. )

Wer mag, kann natürlich noch andere Gewürze oder Dill statt Petersilie zugeben.

Die Gurken halten sich im Kühlschrank theoretisch ein paar Tage (immer mal zwischendurch rütteln, damit nix austrocknet) – werden bei mir aber immer innerhalb eines Tages weggefuttert. Man kann die Gürkchen wunderbar mit allem mischen, was gerade so im Kühlschrank herumdümpelt…gekochte Kartoffeln oder Nudeln vom Vortag, Tomaten, Rote-Bete-Würfel, Kichererbsen, gebratene Tofuwürfeln oder ein Rest Veggie-Filet…alles passt, alles schmeckt und man ist immer ratzfatz abgefüttert und zufrieden.


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[mohrmiezen] Weg mit der Zeck!

Dieser Text ist schon etwas älter…ca. 4 Jahre alt, um genau zu sein. Der Grund, warum er bisher in der virtuellen Schublade lag? Naja. Aus Gründen. Von wegen “mit Ruhm bekleckern” und so….


Auch nach knapp 1,5 Jahren unter vierpfötiger Regenschaft bin ich in Sachen “Miezen-Ersthelferin” unverändert eine totale Nulpe. Alleine der Gedanke an regelmässige Tablettengaben unter kätzischer Gegenwehr, Zahnkontrollen, Salben- und Tinkturverabreichung oder gar Spritzen löst bei mir Alptraume und Schweißausbrüche aus. Zum Glück scheint sich die Miezenschaft meiner Unfähigkeit bewußt zu sein und erfreut sich – ob aus Rücksicht auf meine hysterische Tolpatschigkeit oder aus purem Selbstschutz – einer weitestgehenden Verletzungsfreiheit und robuster Gesundheit.

Miezenkrankenschwesterfähigkeiten? Sechs, setzen!

Vor einem Jahr war wohl eines der Opfer meiner Killermarie allzu wehrhaft und verpasste ihr einen zugeschwollenen Sehschlitz im Rocky-Balboa-Look. Mein unbeholfener Versuch, der scheuen Katzendame Augentropfen zu verabreichen, endete in hysterischem Kreischen und Kratzen miezenseits, Blut-und-Wasser-Schwitzen meinerseits und einem kleinen Augentropfen-See auf dem Küchenboden. Nachdem es mir über die Dauer von 2 Tagen nicht gelungen war, auch nur ein allerkleinstes Tröpfchen des Heilmittels auch nur ansatzweise in die Nähe des betroffenen Auges zu träufeln, hat sich Frollein Fritzi dann wohl entschlossen, lieber ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das entzündete Guckerchen von ganz alleine wieder gesunden zu lassen.

Oh Schreck! ‘ne Zeck! im Katerwanst….

Danach war zum Glück eine Weile Ruhe an der Miezpatienten-Front, bis zu jenem Abend, an dem ich beim Bauchkraulen meines Katers zu meinem schieren Entsetzen eine Zecke im Wampenfleisch erfühlte. Zu Hülf! Dieses widerwärtige Parasiten-Kroppzeug gruselt mich ja schon in Grund und Boden, wenn es sich nur an mir selbst festgebissen hat. Und jetzt hatte so ein fieses Viech ausgerechnet bei Herrn Tiger angedockt und ich..ich…ICH! wäre dann jetzt wohl dafür verantwortlich, den Blutsauger schonend und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Schöner Scheiß.
Sowas sagt einem ja vorher auch keiner, wenn man mit rosaflimmernden Herzchen in den Augen seinen “Mohr” unter den Schutzvertrag bei der Katzenhilfe setzt.

Während sich Herr Tiger wie üblich bestens gelaunt vor lauter Begeisterung über das Leben als solches auf der Couch hin- und herkugelte, ratterte mein Gedankenkarussell höchstpanisch auf Hochtouren. Wie bekomme ich nun das Ekel-Insekt möglichst flott aus dem Tigerwanst, ohne meinem Wulle-Wulle-Käterchen-Schatz furchtbar wehzutun oder gar den Zeckenkopf abzureißen und damit um!-ge!-hend todbringende Entzündungen zu verursachen.
Von einer zu diesem Zweck eigens fabrizierten Zeckenzange hatte ich mal gelesen – aber mangels Notwendigkeit so gar keine Ahnung, wie man das Dingens nun am – zum Glück noch! lebenden – Objekt einsetzt. Bei meinen bislang dankenswerterweise sehr seltenen Kontakten mit Zecken am eigenen Leib habe ich die ungebetenen Gäste immer unter lauthalsigem “Iiiigitt!-Geschrei!” ziemlich unfachfräulich mit einer Pinzette herausgezupft und hinterher ungefähr eine halbe Flasche Desinfektionsmittel über das winzige rote Pünktchen gekippt, dass die Zeckenzähne in meiner Epidermis hinterlassen hatten.
Das sollte ja auch beim Katzenmann funktionieren – Haut iss’ schliesslich Haut.
Schwitzend suchte ich mit zitternden Fingern erneut nach der genauen Position des Parasiten und kramte mit der anderen Hand nach der Pinzette in der Krempelschublade. Herr Tiger schnurrte währenddessen unbekümmert vor sich hin.

Eine Zecke kommt selten allein…..

Die tastende Feststellung, dass sich nicht nur eine, sondern gleich ZWEI Zecken am Katerwanst festgebissen hatten, trieb mir dann vollends den Schweiß auf die Stirn. Zur Komplettierung meiner panikösen Kopflosigkeit fand sich sogar noch ein DRITTER Knubbel unter meinen Fingerkuppen.
Selbst wenn es mir wider Erwarten gelingen sollte, den ersten dieser Parasiten schnell und schonend aus dem Katerfleisch zu zupfen, würde selbst mein überaus duldsamer Herr Tiger mir doch niii-hiiiemals erlauben, danach noch zwei weitere Male unbeholfen an seinem Kugelbauch herumzupopeln.

Ich überlegte kurz, einfach so zu tun, als hätte ich nix von den ungebetenen Insektengästen im Katerfell bemerkt. Irgendwann würden die Biester schon von selbst abfallen, wenn sie sich am köstlichen Tigerblut dick und rund gesoffen hätten. Aber dassja irgendwie auch eklisch. Ratlos und hilfesuchend schweifte mein Blick zwischen der Pinzette und dem sich fröhlich räkelnden Katzenmann hin und her.

Als ich dann noch eine vierte Zecke an der Katerplautze ertastete, wurde ich allerdings trotz meiner konfusen Denkunfähigkeit stutzig. Könnte es nicht sein, dass…also bisher hatte ich ja nie explizit drüber nachgedacht, aber eigentlich müssten Kater doch auch…oder nicht? Weil, Männer haben ja schließlich auch….
Schnell rief ich Herrn Google zu Hilfe – und jener konnte mich dann Gottseidank quasi im letzten Augenblick davon abhalten, meinem armen Kater seine Zitzen mittels einer Haushaltspinzette auszurupfen.

Ich sag’s ja.
In Sachen “Miezen-Ersthelfer” bin ich ‘ne totale Nulpe. Und in “Miezen-Anatomie” wohl auch.


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