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[mohrkochen] – Der Goldene Bananenritter oder “Wie man Erkältungen den Ingwerfinger zeigt!”

“Also ‘ne Erkältung kann ich gerade ja so überhaupt nicht gebrauchen!”
Immer, wenn ich diesen Satz höre, muss ich schmunzeln – das würde ja im Umkehrschluß bedeuten, dass es (im Gegensatz zu “gerade”) andere Zeiten gäbe, in denen man einer Erkältung durchaus nicht abgeneigt wäre. “An diesem Wochenende hab’ ich weiter nix vor, da könnte ich mal eine fette Erkältung gebrauchen. Aber bitte nur bis Sonntagabend, da kommt Tatort.”
Ich für meinen Teil finde Erkältungen immer und ausschließlich nervig und überflüssig, und damit mich sämtliche Viren bitteschön auf immer verschonen, werfe ich ihnen zumindest in den kalten Tagen regelmäßig einen würzigen Bananenfrühstücksdrink mit Kurkuma und Ingwer entgegen. Meinen goldenen Ritter in schimmernder Rüstung gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, sozusagen, der zudem noch richtig “schön warm im Bauch” macht.
Bananenritter
Kurkuma (auch Gelbwurz oder Safranwurz) ist nämlich ein wahres Gesundheitsfeuerwerk – es wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und soll sogar vorbeugend gegen Alzheimer wirken. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch, stärkt das Immunsystem, senkt sowohl einen Blutzuckerspiegel als auch hohen Blutdruck und wirkt dabei regulierend auf den Cholesterinspiegel. Volle Ritterkraft voraus!

Ingwer ist ja ebenfalls so’n Knaller, die gelbe Knolle wirkt bei Erkältungen sowohl vorbeugend wie auch heilend. Die im Ingwer enthaltenen ätherische Öle (Gingerole) gelten als das „Aspirin der Natur“. Außerdem wirkt Ingwer entzündungshemmend.

Vorab (wobei, nach ca. 200 getippten Worten ist “vorab” ja schon fast ein Witz) muss ich gleich anmerken: Ich selbst habe einen absolut robusten Magen, esse und vertrage “scharf” allerbestens und liebe verrückte Geschmackskombinationen. Wer ein wenig empfindlich ist oder angesichts der Zutatenliste ängstlich zurückzuckt, sollte einfach den Kurkuma- und Ingweranteil im Shake erstmal zurückschrauben und schauen, wie es schmeckt und was der Magen dazu sagt.

Zutaten:
1 reife Banane
3 saftige Datteln (am liebsten Medjool)
1 TL Kurkuma (schwach gehäuft) – Hasenfüße können mit einer Prise oder 1/2 TL Kurkuma anfangen
1 Stück Ingwer, ca. 20 g (Hasenfüße: siehe oben. Einfach ein kleineres Stückchen nehmen)
1/2 TL Kokosöl

Zubereitung:
Alles zusammen in einen Mixer nach Wahl werfen (ich beauftrage in diesem Fall den Vitamix, weil er besser Smoothies und Shakes rödeln kann als Herr Terrormix – aber alle Mixer, Blender, Pürierstäbe können den Bananenritter auch zusammenmixen), mit Wasser (oder Pflanzenmilch) auf 500 ml auffüllen und kräftig losmixen. Schlürfen und sämtlichen Viren und drohenden Erkältungskrankheiten den Mittelfinger zeigen.

Das Kokosöl macht den Shake ein wenig “grisselig”, wenn es kalt in den Mixbecher gegeben wird – wer das nicht mag, lässt das Öl einfach weg. Piffpaff. So einfach geht das.

Und wer gerne noch weiter experimentieren möchte, kann ein wenig Zimt oder Vanille zugeben. Die klassische “Goldene Milch“, ein ayurvedisches Heilgetränk, enthält zudem noch schwarzen Pfeffer, weil das im Pfeffer enthaltene Alkaloid mit Namen „Piperin“, die Resorbierbarkeit von Curcumin um den Faktor 2.000 erhöht. Zweitausend ist zwar schon ‘ne ordentliche Hausnummer – aber ausprobiert habe ich den Geschmack von Pfeffer in meinem Frühstücksshake bisher noch nicht. Mutige vor!

Ob der “Goldene Bananenritter” nun wirklich 100% gegen Erkältungen hilft, kann ich nicht sicher sagen – Fakt ist allerdings, ich war diesen Winter nicht ein einziges Mal krank. Aber ich bin zum Beispiel in diesem Winter auch kein einziges Mal von einem Pferd getreten worden – aber ein sicherer Beweis, dass Kurkuma gegen Pferdetritte hilft, ist das wohl auch nicht. Könnte aber immerhin sein. Das sollte mal jemand erforschen.

HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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