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Chili-Spitzkohl mit Vanille. Und Pasta. BASTA!

Kohl, bei uns im Rheinland auch besser bekannt als „Kappes“, ist ein klassisches Wintergemüse und hat vollkommen zu Unrecht den Ruf, nur dröge Gerichte hervorbringen zu können. Vielen ist Kohl aus Kindertagen nur als zerkochter, leicht miefiger Eintopf oder als Krautwickel in Erinnerung, die mit fettigem Hackfleisch gefüllt wurden und in brauner Soße schwammen. Aber bei Licht betrachtet (von dem es zugegebenermaßen im Winter eh wenig gibt) müsste der „Kappes“ statt Kohl eher COOL heißen, denn er ist ein preiswertes, wandlungsfähiges und nährstoffreiches Supergemüse. Gerade sein hoher Vitamin-C-Gehalt macht ihn zu einem verlässlichen Begleiter in der winterlichen Schnupfennasenzeit. Der Geschmack ist mild und sogar leicht süßlich und passt sich ganz bescheiden nahezu jeder Beilage und Zubereitungsform an.
Spitzkohl ist der zarte und grünere Cousin des klassischen Weißkohls, und ich möchte dieses Gemüse heute als ratzfatz zubereitete und leckere Beilage zu Pasta vorstellen. Vanille, Chili und Kohl mag vielleicht ein bisschen merkwürdig klingen (und dann auch noch zu PASTA?!), aber das Gericht ist unbedingt ‘nen Versuch wert und erstaunlich köstlich.

Zutaten

1 kleine rote Zwiebel
½ EL Kokosöl
1 kleiner Spitzkohl
1 rote Chili
1 Vanilleschote
200 ml Pflanzensahne (mein Favorit: Hafer)
1 kleiner Spritzer Limettensaft (max. 1 halber TL)
etwas Salz

Und so wird’s gemacht!

Zuerst wird die Zwiebel geschält und gewürfelt. Das Öl in einer (beschichteten) Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Die Chilischote kleinschneiden, Vanilleschote aufschlitzen und das Mark rauskratzen, beides zu den Zwiebeln geben und verrühren.

Den Kohl in feine Streifen schneiden, zu den vanilligscharfen Zwiebeln geben, kurz mit andünsten, mit der Sahne aufgießen, Salz und Limettensaft zugeben und das Ganze und ca. 7-10 Minuten zart vor sich hinköcheln lassen.

Dazu passt Pasta ganz großartig, aber Kartoffeln sind auch ein guter Begleiter.

P.S. – Die ‘leere’ Vanilleschote ist viel zu teuer und lecker, um sie wegzuwerfen. Man könnte sie beispielsweise in Stücke schneiden, in ein Schraubglas geben, mit Zucker bedecken und verschließen. Nach ein paar Wochen hat der Zucker dann ein feines Vanillearoma und kann an nette Menschen verschenkt oder in der kommenden Weihnachtsbäckerei verbacken werden.


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Tomatige Bohnen

Auch wenn dieses Gericht nur durch das fixe Zusammenschmeißen weniger Zutaten besteht, hat es trotzdem (oder gerade deswegen) seine Berechtigung für einen großen Aufritt auf der Mohrblog-Bühne. Denn diese tomatigen Böhnchen sind der leckere Beweis dafür, dass die so oft fälschlicherweise als “aufwändig” titulierte vegane Küche immer nur so kompliziert ist, wie man sie sich selber macht. Diese flotte Mahlzeit zum Beispiel ist fix aus wenigen preiswerten Zutaten zusammengekocht, schmeckt phantastisch und ist zudem ein wahrer Restetraum.


Als mir gestern aus meiner wöchentlichen Ökokiste ein Bund knackiggrüner Buschbohnen entgegengestrahlt hat, fiel mir das Rezept für “Orientalische grüne Bohnen” wieder ein, dass ich im Frühling entdeckt und seitdem schon öfter nachgeköchelt habe. Nun sind zwar Buschbohnen keine Stangenbohnen, aber das war meinem Hunger schnurzpiepegal.

Zutaten

ca. 400 g grüne Buschbohnen
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe (ich habe gerade ein paar Tage frei und kann somit nach Herzenslust herumstinken. Wer “unter Menschen” sein muss, kann den Knoblauch natürlich auch weglassen)
ca. 4 EL Olivenöl
1 Dose Tomaten, stückig
1 EL Tomatenmark
Salz, schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel

ggf. etwas Wasser

Und los geht’s!

Das einzige, was bei dieser Mahlzeit ein wenig Arbeit macht, ist das “Bohnenputzen”, sprich: die holzigen Enden mit einem scharfen Messer abschneiden. Danach die Böhnchen in kleine Stück schneiden. Der Rest geht dann superfix:
Die Zwiebel würfeln, Knoblauch pressen und beides in reichlich Olivenöl in einem Topf andünsten, das Tomatenmark zugegeben und kurz mitschwitzen lassen. Die geschnittenen Bohnen mit in den Topf schubsen, Tomaten zugeben und alles gut verrühren. Wem das Ganze zu “dick” ist, der kann gerne noch die Tomatendose mit etwas Wasser ausspülen und das Wasser mit ins Töpfchen kippen.

Nun die tomatigen Bohnen auf kleiner Flamme ca. 10-15 Minuten weichkochen, würzen (nicht am Kreuzkümmel sparen!) und nach Gusto noch etwas Olivenöl unterrühren. Fertig ist die Bohnenlaube!

An die Teller, fertig, los!

Die Bohnen schmecken frisch und heiß aus dem Topf mit ein paar Brat- oder Pellkartoffeln ganz phantastisch. Ich habe aber auch schon Nudeln und Reis dazu gegessen (schmeckt besser als es klingt, versprochen!)  Auch am nächsten Tag auf “Zimmertemperatur” sind die Bohnen super, eignen sich also wunderbar als Begleiter für die Büromittagspause, vielleicht in Begleitung eines Vollkornbrötchens oder im Salat. Es lohnt sich also durchaus, gleich die doppelte Menge zu kochen.

Immer noch nicht satt?! Dann schau’ doch in den MOHRTOPF – das ist für jeden Hunger was dabei. Vegan und ohne Gedöns!


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