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[mohrbacken] Knuspersterne am Stiel

Diese putzigen Keks-Lollis sind ein süßer Hingucker im Adventsgesteck oder ein Mitbringsel für nette Menschen. Wer keine Lust darauf hat, Holzstäbchen in Keksteig zu friemeln, kann aus dem Teig auch einfach schlichte Knusperkekse backen.

Zutaten:

150 g Dinkelmehl Typ 630
50 g Puderzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
100 g Margarine

So geht’s im Terrormix:

Zuerst das Mehl und den Zucker, dann die Margarine in Stücken in den Mixtopf geben und 25 Sekunden auf Stufe 4 zu einem glatten Teig verrödeln.

So geht’s im Handbetrieb:

Das Mehl mit dem Zucker mischen und aufdie saubere Arbeitsplatte oder in eine Schüssel geben. Die kalteMargarine in kleinen Würfelchen zugeben und fix mit möglichstkalten Händen (das sollte bei der Jahreszeit wohl das geringsteProblem sein) zu einem glatten Teig verkneten.

Wer sich nicht die Hände versüßenmöchte, kann natürlich auch den Knethaken des Handmixers nehmen –das wäre aber dann irgendwie bloss der halbe Spaß.

Und so geht’s weiter:

Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank parken – gerne aber auch über Nacht, der Teig verträgt das.

Am Tag der finalen Verbackung denBackofen auf 180 Grad vorheizen, den Teig gleichmäßig ca. 5 mm dickausrollen (am besten gleich auf dem Backpapier) und ausstechen, wasimmer ihr wollt. Sterne. Herzen. RENTIERE! NIKOLÄUSE! EINHÖRNER!(„Frau Mohr, nun lassen’se sich mal nicht so gehen…!“ “Ja, ja, schon gut…Sterne sind auch super!”)

Wer Lollis basteln möchte, schiebt nun vorsichtig seitlich einen Holzspieß in den ausgestochenen Keks. (Wer nicht möchte, nicht. Life is easy.)

Das ganze ausgestochene Zeug wird nun ca. 12 Minuten gebacken, bis es an den Kanten zart gebräunt ist (bei den Sternchen auf dem Foto habe ich diesen Zeitpunkt ganz knapp verpackt – hier wär ein Hauch weniger Backzeit mehr gewesen…)

Stiel- oder Nicht-Stiel-Kekse auskühlen lassen und nach Lust und Laune mit Zuckerguß und Deko-Chi-Chi verzieren.

Und übrigens – wer nicht so richtig dolle Lust hat, alle Sterne mit zuckeriger Intarsienarbeit zu verstehen, kann einfach einige Sternchen (170 g, um genau zu sein) ‘nackig’ lassen und daraus leckere Erdnussbutter-Pralinen basteln.


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[mohrbacken] Süßer “Waldorfkuchen” mit Sellerie, Apfel und Walnuss

“Was, SELLERIE?!”
“Ja, Sellerie!”
“Nein!”
“Doch!”
Ooh!”

 

Ich bin ein ziemlich großer Fan von “gemüsigen Zutaten” in süßem Kuchen, und habe neben leckeren Kürbis-Nuss-Muffins und Möhrenkuchen auch schon Rote Bete und Zucchini in schokoladigem Teig verbacken (da folgt auch irgendwann das entsprechende Rezept, großes Mohren-Ehrenwort.) Vor kurzem wurde in mir aus bisher unerforschten Gründen eine glühende Leidenschaft für Knollensellerie entfacht, den ich bisher eigentlich immer eher garstig fand. An der Theorie, dass sich alle 7 Jahre der Geschmack ändert, könnte also durchaus was dran sein.
Wiedemauchsei – inzwischen landet die erdige Knolle in Alien-Hirn-Optik öfter mal in Form von fruchtigem Sellerie-Curry (auch hier: Rezept folgt. Irgendwann.) , einem Süppchen oder Auflauf in meinem Magen. Irgendwann kam mir dann auch mal Gedanke “Sellerie in süß? Könnte das was taugen?” Fruchtiger Waldorfsalat mit Sellerie, Apfel und Walnuss ist ja zumindest schon mal ein Klassiker auf gutbürgerlichen Partybuffets, da müsste sich doch ein “Waldorfkuchen” mach- und geniessbar sein.
Also – ran an den Sellerie! Natürlich wie gehabt mit Thermomix- und Handbetriebanleitung.

Waldorfkuchen mit Sellerie, Apfel und Walnuss

Zutaten
300 g Dinkelmehl Typ 630
130 g Rohrzucker
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
½ TL Muskat
260 g Pflanzenmilch nach Gusto (mein derzeitiger Favorit: Hafer-Mandeldrink)
60 g geschmacksneutrales Pflanzenöl
150 g Sellerie
50 g Apfel (am besten eine feste, säuerliche Sorte)
80 g Walnüsse

100 g Zartbitterschokolade (hier reicht die schnöde Blockschokolade aus der Backabteilung)

Als erste Amtshandlung wird nun der Ofen auf 180°C vorgeheizt.

So geht’s im Terrormix
Den Sellerie schälen und zusammen mit dem Apfel in den Mixtopf schubsen. (Das Mengenverhältnis ist nicht so exorbitant wichtig, es sollten zusammen nur 200 g sein.)
6 Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern.
Walnüsse dazugeben und alles zusammen nochmal 4 Sekunden auf Stufe 4 häckseln. Nun zuerst Mehl, Zucker, Backpulver und Gewürze, dann Milch und Öl in den Mixtopf zu dem Sellerie-Apfel-Nuss-Geraspel in den Pott geben und 2,5 Minuten im Teigmodus verrühren lassen.

So geht’s im Handbetrieb
Den Sellerie schälen und zusammen mit dem Apfel raspeln, entweder von Hand oder in einer Küchenmaschine nach Wahl.  Die Nüsse grob hacken. Die trockenen Zutaten vermischen, dann Öl und Milch hinzugeben und alles gut miteinander vermischen.

Und so geht’s weiter
Eine 26 cm-Springform einfetten oder mit Backpapier einkleiden, den Teig einfüllen und für ca. 50 Minuten in den Ofen schieben (Stäbchenprobe ahoi!)

Nun kann man das gute Kuchenstück entweder komplett auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben, oder mit einem

Schokomantel nach der “Mohr’schen-Faulpelzmethode”

einkleiden. Dazu bricht man 100 g Schokolade nach Wahl in grobe Stücke und schreddert sie im Terrormix auf Stufe 10 (im “Höllenlärmmodus”) zu feinen Krümeln. Alternativ kann man sie natürlich auch von Hand hobeln oder sonstwie pulverisieren.
Wenn der Kuchen nun aus dem Ofen kommt, lässt man ihn kurz “ausdampfen”, löst den Rand der Springform ab und verteilt die Schokokrümel gleichmäßig auf dem warmen Backwerk. Kurz anschmilzen lassen, mit einem Silikonpinsel, Messer oder Spatel möglichst gleichmäßig verteilen und abkühlen lassen. So hat der Kuchen im Nullkommanottich eine leckere Schokoglasur und man spart sich den Wasserbad-Firlefanz. Vater Mohr sagt ja immer “Faulheit denkt scharf!” – und wie so oft hat Vater Mohr auch an dieser Stelle Recht.
Dieser Schokomantel braucht allerdings gut und gerne ein paar Stunden, bis er schnittfest ist, hält den Kuchen aber auch ganz prima frisch. So wird ein großartiger “Für-den-nächsten-Tag”-Kuchen daraus, der sich wunderbar am Vortag vorbereiten lässt.

Hand auf’s Herz – schmeckt das wirklich?

Jawohl, sehr gut sogar. Interessanterweise schmeckt man den Sellerie überhaupt nicht als “Einzeltzutat” heraus, er macht den Kuchen aber insgesamt saftig und verleiht ihm einen leicht erdigen Unterton, der prima zu dem süßen Teig passt. Das bestätigten zumindest bislang alle eingeweihten und nichtsahnenden Testesser. Aber bekanntermaßen sind die Geschmäcker ja verschieden, also macht hier nur der Versuch kluch.
(Der Waldorfkuchen-Prototyp enthielt übrigens 200 g Sellerie und 1 EL Apfelmus. Das war auch sehr lecker, aber ein bisschen “knätschig”. Ein Testesser mochte aber diese Variante genau deswegen lieber. )

Kürzlich beim Wandern mit meiner Freundin Frau B., während der Vesperpause,
irgendwo in den Wäldern um Neuwiedropolis:

“Probier’ mal den Kuchen und rate mal was drin ist!”
Frau B. schaut ein wenig ängstlich drein, vergräbt aber folgsam die Vorderzähne im schokobemantelten Gebäck.
“Hmm..sehr lecker! Aber was soll denn da drin sein?”
“Ein Gemüse. Jetzt probier’ halt nochmal und rate…”
Frau B. schaut kauend und sinnierend ans Firmament.
“Keine Ahnung!”
“Kleiner Tipp – der Kuchen heißt “Waldorfkuchen”. Nach dem Waldorfsalat!”
“Hm, wenn ich jetzt nur wüßte, was im Waldorfsalat drin ist…” Frau B. kaut weiter und grübelt…”Weißkohl? Du hast doch nicht etwa WEISSKOHL in den Kuchen getan?!”
Mit hochgezogener Augenbraue hält sie das angebissene Kuchenstück misstrauisch weit von sich weg.
“Nee, kein Weißkohl. Im Waldorfsalat ist doch kein Weißkohl drinne!”
“Hmm…watt weiß ich denn! ich hab’ keine Ahnung, jetzt verrat schon!”
“Sellerie!”
“WATT?! SELLERIE?”
“Ja, Sellerie!”
“Nein!”
“Doch!”
“Ooh!”


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[mohrkochen] Zitronen-Rosmarinkekse

RosmarinzitroneDiese frischfruchtigen Kekse standen schon mal bei meinem “Adventskalender zum Selberbacken” auf der Mohrbühne. Aber eigentlich sind sie viel zu schade für einen einmaligen Auftritt, sie taugen nämlich als jahreszeitunabhängiges Allwettergebäck und schmecken auch oder gerade im Sommer ganz allerbestens.

Der Teig kann prima vorbereitet werden und mehrere Tage bis zum Verbacken im Kühlschrank warten – je länger, desto mürber. Man kann die Teigrollen auch einfrieren und hat dann immer Keksmunition im Haus, um plötzliche Heißhungerattacken zu parieren.

Zutaten:
2-3 Zweige Rosmarin
140 g Puderzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
1 Prise Salz
1 EL Zitronensaft

300 g Dinkelmehl Typ 630
20 g Speisestärke
3 TL geriebene Zitronenschale (aus’m Tütchen, schwach gehäuft)
200 g Margarine
60 g Rohrohrzucker zum Bestreuen

So geht’s im Terrormix:

Rosmarin waschen, die Nadeln von den Stielen zupfen und fein hacken (für den TM ist die Menge zu gering, da passierte selbst auf Stufe 10 nicht viel).

Puderzucker- und Vanillezucker, Salz, Rosmarin, geriebene Zitronenschale, Zitronensaft, Mehl und Speisestärke in den Mixtopf geben, Margarine in Stücke schneiden und auf die trockenen Zutaten setzen und das Ganze 25 Sekunden auf Stufe 4 zu einem Teig verrödeln.

So geht’s mit dem Handmixer:

Rosmarin waschen, die Nadeln von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Margarine mit dem Zucker schaumig schlagen, restl. Zutaten zugeben (inkl. Rosmarin, logisch, gell?) und rasch zu einem Teig verkneten.

Und so geht’s weiter:

Den Teig zu Rollen von ca. 2,5 cm Durchmesser formen und abgedeckt im Kühlschrank parken – mindestens mehrere Stunden, aber auch ganz gerne über Nacht oder länger.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Den Teig in ca. 1,5-2 cm dicke Scheiben schneiden, mit der Oberseite in Rohrohrzucker eintunken und auf ein gefettetes oder foliertes Backblech setzen. Alternativ die Scheiben zu kleinen Kugeln formen, die Oberseite in Zucker tunken, aufs Blech setzen und ganz leicht flachdrücken.

Nun geht’s ab für ca. 12-15 Minuten in den Ofen, bis die Kekse an den Rändern zart gebräunt sind (bitte im Auge behalten.) Kurz auskühlen lassen, bevor man sie vom Blech nimmt – ganz frisch aus dem Ofen sind sie noch weich und bröselig.
Entweder vor lauter Begeisterung komplett mit Stumpf und Stiel aufessen oder – die langfristigere Variante – in eine Blechdose packen und in kleinen Mengen genießen.

Tipp:
Bitte die Teigkugeln oder -scheiben wirklich nur mit der Oberseite in den Zucker tauchen. Auf der Unterseite mit direktem Kontakt zum heißen Blech karamellisiert der Zucker zuerst (gut!), wird dann aber schnell bitter (nicht gut!)


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