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[mohrkochen] Kalter Weihnachts-Hund

Als olles Alliterationen-Fangirl heißt dieses Dessert bei mir zwar “Kalter Köter”, aber da würde vermutlich der ein oder andere Leser missbiligend die Mundwinkel verziehen, und überhaupt ist “Hund” im Essen ja auch nicht vegan. Also präsentiere ich heute mit schokoladenverschmierten Fingern und Spekulatiuskrümeln auf dem Revers mein

“Weihnachtliches Keks-Schokoladendessert”
(nach Art des kalten Köters)

Dieses Dessert lässt sich im Nullkommanüschte aus einer Handvoll Gewürzspekulatius und der Schokohaube der “Schokoloko-Schnitten” zusammenzaubern.

Man benötigt also:
1 Handvoll Gewürzspekulatius
1 Schokohaube

Fertig.

Ha. Frau Mohr ist ja heute wieder extrem witzisch. Also nochmal von vorne:

Zutaten:
ca. 16 Spekulatius
90 gr. Margarine
100 gr. pflanzl. Sahne (bisher getestet: Soja- und Hafersahne)
350 gr. Zartbitterkuvertüre (Obacht! Hier wird ganz gerne Milchpulver untergejubelt, also Zutatenliste lesen!)

So geht’s im Handbetrieb:
Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und einrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat.

So geht’s im Terrormix:
Sahne und die Margarine in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 70 Grad auf Stufe 0,5 schmelzen, dann die Schokolade in Stücken zugeben und 4 Minuten auf 70 Grad und Stufe 1 rühren, bis alles eine homogene Creme ergibt.

Eine möglichst rechteckige oder quadratische kleine Form mit einer Lage Keksen auslegen, die Creme dünn darauf verteilen, wieder mit Keksen belegen und weiter so verfahren, bis Kekse und Creme aufgebracht und das Förmchen voll ist. Mindestens 3 Stunden im Kühlschrank parken, aus der Form lösen und in Scheiben schneiden.

Ich würde die Menge für ca. 4 Portionen ansetzen – wenn man dünnere Scheibchen schneidet, werden wohl auch mehr Esser satt. Vermutlich würde die Portion auch für eine ganze Kompanie reichen, wenn man nur von der Kaloriendichte ausgeht.

Um dem Ganzen ein wenig die “Schwere”  (bei uns im Rheinland nennt man sowas “mastisch”) zu nehmen, könnte ich mir pro Portion noch einen Löffel Apfel-Ingwerkompott vorstellen, diese Fusion hat aber bisher nur in meinem Kopf stattgefunden und ist noch gaumen-ungetestet.


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Limettenmousse mit Beeren – oder “Hirsepudding”

Diese frisch-fruchtige Creme ist quasi ein Multifunktionsgericht – wenn ich sie für mich alleine als Frühstück zubereite und in schnöden Tupperboxen im Kühlschrank parke, läuft sie unter unter dem alltagstauglichen Arbeitstitel „Hirsepudding“.

Wenn ich sie allerdings als Dessert für Gäste in schicken Gläsern anrichte und ein bißchen Tamtam drum mache, begeistert sie immer wieder als „Limettenmousse mit Beeren“. Meistens sind die Esser dann maximalüberrascht, dass „aber wirklich jetzt“ keine Sahne oder Industriezucker enthalten sind, sondern ausschließlich vollwertige, nährstoffreiche Zutaten.

Da die Cashewkerne einige Stunden eingeweicht werden sollten, braucht die Creme ein wenig Vorlaufzeit, ist aber ansonsten recht einfach gemacht und bleibt im Kühlschrank auch locker (und lecker) 2-3 Tage frisch. Es braucht allerdings ziemlich zwingend einen leistungsstarken Foodprozessor á la Vitamix & Co. wenn man keine Lust auf Rauchzeichen-Kommunikation mit seinen Küchengeräten hat.

Zutaten

100 g Hirse
130 g Cashewkerne
140 g Ahornsirup
160 g Limettensaft
1 Prise Salz
550 ml Wasser
ca. 250 g TK-Himbeeren (oder natürlich frisches Obst wie Blau- oder Erdbeeren, Mangos, Kiwi)

wer mag: eine Handvoll Kokosflocken, gerne auch geröstet

Zubereitung im Handbetrieb

Die Cashews zusammen mit dem Ahornsirup und dem Limettensaft im günstigsten Fall mehrere Stunden einweichen lassen – am besten gleich in dem Mixbecher des Foodprozessors, das spart Spülarbeit.

Die Hirse in einen Topf geben, mit kochendem Wasser übergiessen und auch gerne bis zu 30 Minuten stehen lassen. Dann gut durchspülen und das Wasser (durch ein feines Sieb) abgiessen – das entfernt die Bitterstoffe auf der Schale und zumindest meinem Empfinden nach wird die Hirse dann schneller gar und weich. Wasser zugeben und die goldenen Körnchen auf kleiner Flamme weich köcheln – ich vergesse zu meiner Schande jedes Mal auf die Uhr zu gucken, also kann ich nur ca. Angaben mitgeben…also…”so ungefähr 20-30 Minuten rum.

Die weiche Hirse zu den Cashews in den Mixbecher geben, die Prise Salz zugeben und alles gründlich durchrödeln, bis eine homogene Creme entsteht.

Zubereitung im Terrormix

Die Cashews zusammen mit dem Ahornsirup und dem Limettensaft in einer Schüssel im günstigsten Fall mehrere Stunden einweichen lassen.

Die Hirse inden Mixtopf geben, mit kochendem Wasser übergiessen und auch gerne bis zu 30 Minuten stehen lassen. Dann gut durchspülen und das Wasser (durch ein feines Sieb) abgiessen – das entfernt die Bitterstoffe auf der Schale und zumindest meinem Empfinden nach wird die Hirse dann schneller gar und weich. Das Wasser zugeben und die goldenen Körnchen 22 Minuten bei 98 Grad auf Stufe 1 mit Linkslauf weichkochen.

Die eingeweichten Cashews zugeben und alle auf Stufe 8 ca. 20 Sekunden zu einer homogenen Creme verrödeln.

Und weiter geht’s!

Das TK-Obst (oder eben…naja…das OBST eben) auf Gläser oder Schüsseln verteilen, mit der Creme übergießen und ggf. mit Kokosflocken bestreuen. Die Flockenhaube sieht hübsch aus, schmeckt und verhindert, dass sich eine Haut auf der Creme bildet, Die kann man aber auch umgehend, wenn man die Gläser oder Schüsseln gleich mit ‘nem Deckel versieht und dann erkalten lässt.

Die Hirse-Cashew-Reste, die noch im Mixbecher kleben, verrödele ich meistens zusammen mit Banane, Mango und Spinat zu einem grünen Smoothie – bloss nix verkommen lassen 😉

Der Pudding ist super zum Frühstück und taugt sogar als Energiespender vor langen Läufen – ist aber eben entsprechend aufgehübscht und ver-chi-chi-t ein erfrischendes Dessert wenn Gäste kommen.
Im Frühstücksfall verteile ich die Menge auf 3 Portionen – wenn der Hirsepudding Dessert spielen soll, kann man auch locker 4 Gäste damit abfüttern.

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