Archiv für den Monat: Oktober 2014

Money CAN buy me love – Jubiläumskalender der Katzenhilfe Neuwied e.V.

KalendercollageWenn die Beatles “Money can’t buy me love” plärren, stimme ich grundsätzlich von Herzen zu – aber es gibt wie fast immer im Leben eine klitzekleine Ausnahme:

Zusammen mit der wunderbaren Frau Klabunde habe ich anlässlich des 30jährigen Bestehens der Katzenhilfe Neuwied einen Jubiläumskalender für 2015 gestrickt, und da der Erlös aus dem Verkauf zu 100% in die Arbeit des Vereins fliesst und man sich mit dem (wunderschönen, wie ich ganz uneitel betonen möchte) Kalender nicht nur die Wand aufhübschen, sondern zahlreiche Samtpfötchen in Not unterstützen kann, kann man sich in diesem einen speziellen Fall sehr wohl “Liebe” kaufen.

Die miezigen Modelle sind allesamt ehemalige Schützlinge der Katzenhilfe, die mittlerweile ihre großes Glück gefunden haben (2 davon auf meinem Sofa) – und damit wir noch ganz, ganz vielen Miezekatzen helfen können, plärre ich heute mal lauter als die Beatles…”Money CAN buy me love!” – an die Kalender, fertig, los!

Die Auflage ist limitiert – und alle Infos über die hübschen Stücke gibt es auf unserer Webseite: KLICK!

Stullenstreich “Leberwurst-taste-a-like”

“Hömma, sich mit fremden Federn schmücken ist aber nicht vegan!”

Ja, ja, schon gut – bevor morgen früh die Veganpolizei an meiner Tür klingelt, gestehe ich lieber gleich, dass dieses Rezept ausnahmsweise mal nicht auf meinem (bio-veganen) Mist gewachsen ist, sondern in ähnlichster Ausführung gefühlt 1000fach durchs Netz geistert. Allerdings finde ich dieses proteinreiche Streichzeugs so lecker und einfach, dass ich es nun unbedingt auch noch unters Volk streuen, bzw. streichen möchte.  Hoch die Stullen!leberwurst

Witzigerweise hat der Aufstrich durch den frischen Majoran geschmacklich wirklich einen täuschend echten “Leberwurstcharakter”, ist aber im Gegensatz zum tierischen Pendant aus dem Supermarkt, das ja zumeist irgendwelche dubiosen Zutaten und E-Nummerngedöns enthält, supergesund und eiweißreich. Wichtig ist aber, wirklich frischen Majoran zu verwenden – mit getrocknetem schmeckt’s nur halb so gut bis gar nicht. Und weil das Kräutchen nicht immer überall zu bekommen ist, habe ich mir gleich ein kleines Majoran-Beet im Garten angelegt – da steht den würzigen Klappstullen mit “Leberwurst”, Senf und Gürkchen nix mehr im Wege.

Zutaten
1 große Zwiebel (ich mag am liebsten die roten)
ca. 3 Eßl. Olivenöl
200 gr. Räuchertofu
1 Dose Kidneybohnen (400 gr. – Abtropfgewicht 265 gr.)
1 Handvoll frischer Majoran
1 Teel. Salz
schwarzer Pfeffer nach Gusto
(ein paar Tropfen Liquid Smoke oder geräuchertes Paprikapulver können auch kein Fehler sein)


Zubereitung im Terrormix
Zwiebel schälen und vierteln, den Tofublock in große Stücke schneiden, zusammen mit den Zwiebeln in den Mixtopf werfen und 5 Sekunden auf Stufe 5 zerhäckseln. 2 EL Olivenöl zugeben und 5 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 2 andünsten.

Wenn der Terrormix Vollzug meldet, Deckel öffnen und die Zwiebeltofumasse kurz “ausdampfen” lassen, dann die Bohnen, den Majoran, noch ein wenig Öl, Salz und Pfeffer zugeben und 5-6 Sekunden auf Stufe 4 zu einer streichfähigen Paste zusammenrattern lassen. (Wer es feiner möchte, lässt den Wunderkessel einfach noch ein wenig länger rödeln und gibt ggf. noch 1 EL Öl zusätzlich zur Paste.)


Zubereitung in Pfanne und Schüssel
DIe Zwiebel schälen, würfeln und im Olivenöl in einer Pfanne andünsten (wer mag, kann den Tofu auch gleich mit anbrutzeln). Kidneybohnen gründlich abspülen, Majoran hacken, Tofu würfeln,  alles zusammen mit dem Salz und dem Pfeffer in einem hohen Gefäss mittels Pürierstab zu einem cremigen Aufstrich verarbeiten.

Nun kann die Paste in ein oder zwei schicke Gläser umziehen und auf seine Bestimmung als Stullenstreich warten. Im Kühlschrank hält sich das Leberwurst-Bodydouble ungefähr eine Woche, lässt sich aber auch prima in kleinen Portiönchen einfrieren.


Wenn man so überhaupt keine Lust und Zeit hat, um Zwiebeln und Tofu vorher anzubraten, kann man auch einfach alles roh ineinanderhäckseln, das schmeckt beinahe genauso gut. Aber…nur beinahe.

Und auch wenn sich die Kombination “Bohnen” und “Tofu” vielleicht für Skeptiker ein wenig merkwürdig anhören mag, die “Woscht” hat bisher jeden Testesser überzeugt und stillt jeden Gusto auf eine herzhaft-würzige Brotzeit im Handumdrehen.

Hoch die Stullen!

 HIER gibt’s noch viele andere Rezepte aus dem Mohrtopf. Da ist für jeden Hunger was dabei.


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Nussiglinsige Zucchinitorte

Auch diese Zucchinitarte ist ein kleiner Promi und unter anderem im Ox-Kochbuch Nr. 5 auf Seite 134 zuhause. Leider kann sie keine Autogramme geben und für Groupies hat sie auch keine Zeit 😉

Zutaten

für den Boden:
200 gr. gekochte rote Linsen
100 gr. Buchweizen (mit der Getreidemühle zu mittelfeinem Mehl gemahlen…oder natürlich gleich Buchweizenmehl verwenden)
2 Eßl. Tomatenmark
2 Eßl. Öl (Oliven- oder Rapsöl, nach Geschmack)
Pfeffer, Salz
Paniermehl, Haselnüsse

für die Füllung:
3 mittelgroße ZucchiniZucchiniquiche-2
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 gr. Cashewkerne
2 Eßl. Würz-Hefeflocken
1 Eßl. Sojamehl
Wasser
Pfeffer, Salz
Haselnüsse

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen.
Den Buchweizen mit der Getreidemühle zu mittelfeinem Mehl mahlen (oder eben…das Mehl aus der Tüte in eine Schüssel kippen), mit den roten Linsen vermischen und nach Geschmack salzen und pfeffern. Zusammen mit dem Tomatenmark und dem Öl mit einem Löffel so lange verkneten, bis eine feste Teigkugel entsteht. Eine Springform mit Öl einpinseln, mit Paniermehl ausstreuen und aus dem Teigklops ein feines Bettchen für die Zucchinifüllung bereiten. (Da der Teig ein wenig an den Fingern klebt, klappt das am besten wenn man den Klops auf den Springformboden setzt, mit einer Lage Frischhaltefolie bedeckt und mit einem Nudelholz vorsichtig gefügig macht, ausrollt und an den Seiten eine kleine “Wand” hochzieht).
Eine gute Handvoll Haselnüsse hacken und die Hälfte davon über dem Tarteboden streuen.

Die Springform in den Ofen schieben und ca. 10-15 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit die Zucchini und die Zwiebel würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten, salzen und pfeffern. Die Knoblauchzehe pressen und hinzufügen.

Die Cashewkerne grob hacken, in ein hohes Gefäss geben und mit ein wenig Wasser gründlich pürieren. So viel Wasser zugeben/so lange mit dem Pürierstab bearbeiten, bis die Konsistenz irgendwo zwischen Joghurt und Milch schwebt, sprich…cremig pürieren! Das Ergebnis darf dann getrost als “Cashewsahne” tituliert werden.

Die Hefeflocken und das Sojamehl in die Cashewsahne einrühren (das Sojamehl am besten “einsieben”, hat gerne schon mal leichte Tendenz zur Klümpchenbildung), die Zucchini-Zwiebel-Mischung unterrühren, salzen und pfeffern und auf dem Tarteboden verteilen. Die Ränder mit dem Rest der Haselnüsse bestreuen und wieder in den Ofen schieben, wo das lecker Törtchen dann ca. 30 Minuten einen Platz an der Sonne genießen darf.
Wenn die Tarte gebräunt ist, ist sie fertig…raus damit, leicht auskühlen lassen, anschneiden, aufessen.

Der Linsenboden der Torte ist heiß/warm superlecker, wird aber im kalten Zustand ein wenig gummi-artig. Wenn man das gute Stück also kalt kredenzen möchte, sollte man lieber auf den klassischen Mürbteigboden ausweichen.


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