Schlagwort-Archive: Kartoffeln

Sesam-Tuffeldinger mit Rotkohl á la Aladin

Die “Tuffeldinger” (alias Kartoffelplätzchen) hatten ihren großen Auftritt schon in einem der älteren Blog-Artikel und erfreuen sich auch auf meinem Teller immer wieder höchster Beliebtheit. Hier dürfen die Tuffeldinger mal in Sesam baden und werden mit leicht orientalisch angehauchtem Rotkohlgemüse und einem Sesam-Dip vergesellschaftet.

Alle 3 Komponenten können auch durchaus kalt (bzw. zimmerwarm – so ganz direkt aus dem Kühlschrank schmeckt’s mir eher nicht so gut) verspachtelt werden und taugen so auch prima als Büro-Proviant – und wenn man gerade wegen Home-Office, Kurzarbeit oder ähnlichen Veränderungen keinen Büro-Proviant benötigt, kann man dieses leckere Mahl auch prima alleine im eigenen Garten oder im lauschigen Frühlingswald verschnabulieren.

ZUTATEN TUFFELDINGER

400 g gekochte Kartoffeln
60 g sehr weiche vegane Margarine
80 g Dinkelmehl Typ 630
ca. 3/4 TL Salz
schwarzer Pfeffer und Kreuzkümmel nach Gusto
3 EL gehackte Petersilie, frisch, gefroren oder getrocknet, je nach Verfügbarkeit
(oder für Orient-Freaks wie mich: Koriander!)
ca. 3 EL Sesam
Rapsöl zum Braten

ZUBEREITUNG TUFFELDINGER

Die geschälten (kalten) Kartoffeln zusammen mit der (möglichst warmen) Margarine und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mittels Kartoffelstampfer zu einem Brei zerdrücken.
Das Mehl am besten einsieben und ab hier gerne mit den Händen weiterkneten, bis man einen geschmeidigen Teig erhält. Wenn die Kartoffelmasse zu sehr klebt, kann ein weiterer Schwupps Mehl helfen.
Zum Schluss die Petersilie (oder den Koriander) unterkneten, Plätzchen formen, beidseitig in Sesam drücken und im Rapsöl in der Pfanne von beiden Seiten knusprig-braun braten.


ZUTATEN TAHINI-SOSSE

60 g Tahini
ca. 50 ml Wasser
2 TL Zitronensaft
½ Knoblauchzehe
Salz und Kreuzkümmel

ZUBEREITUNG TAHINI-SOSSE

Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und zu einer glatten Soße verrödeln.


ZUTATEN ROTKOHL À LA ALADIN

200 g Rotkohl
50 g Räuchertofu
50 g Walnüsse
5 Datteln (entkernt)
2-23 EL Kokosöl
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

ZUBEREITUNG ROTKOHL À LA ALADIN

Den Rotkohl in möglichst feine Streifen schneiden. Räuchertofu würfeln, Walnüsse grob hacken und Dattel ebenfalls in Streifen schneiden. 1 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Räuchertofu anbraten, bis er leicht gebräunt ist, dann die gehackten Walnüsse zugeben und mitbrutzeln. Noch etwas Öl zugeben und die Rotkohlstreifen darin andünsten. Nach ca. 10 Minuten Datteln zugeben, unter Rühren 2-3 Minuten mitbraten, mit den Gewürzen abschmecken, und das Gemüse mit den Tuffeldingern und der Soße anrichten.


Eine leckere Variante für Nudelfreunde ist das Aladin-Rotkohl mit Pasta – einfach einen Schlag Gemüse mit Pasta verrühren und fertig ist die Laube.

Wem das Ganze zu trocken ist, der kann das Gemüse prima mit ein wenig Hafersahne oder Kokosmilch vergesellschaften.

Wenn dir mein Blog gefällt – oder das Rezept geschmeckt hat – dann wirf’ mir doch einfach ein paar Taler in den Hut. Und fühl’ dich dafür (aus 2 Meter Abstand) umarmt.


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!

“Pasta alla mohranese” – Nussige Kartoffel-Bohnen-Pasta

Die Kombination aus grünen Bohnen, Kartoffeln und Bandnudeln ist angelehnt an die „Pasta alla genovese“, einer klassischen italienische Hausmannskost mit Basilikumpesto und Parmesan. Bei einer Freundin hatte ich dieses Gericht zum ersten Mal gegessen und war zuerst irritiert. Kartoffeln mit grünen Bohnen sind ja super und auch Nudeln mit Bohnen konnte ich mir noch vorstellen – aber alles zusammen in einem Pott?
Eigentümlich…äußerst eigentümlich.
Aber dann fand ich es gleich beim ersten Bissen so lecker, dass ich zuhause gleich tierfreie Variante ausprobieren musste. Kochanfänger und Nicht-so-ganz-Kochbegabte dürfen sich freuen – denn „al dente“ muss hier gar nix sein, im Gegenteil: Dieses Gericht ist erst dann richtig, wenn Kartoffeln und Nudeln dezent zerkocht sind und alles zu einem knoblauchwürzigen Pamps zusammengepatscht ist.

Man merkt schon – alles in allem ist diese Kartoffel-Bohnen-Pasta also nix, um die zukünftige Schwiegermutter zu beeindrucken oder bei einem feinen Abendessen mit Chef und Gattin serviert zu werden…aber für einen gemütlichen Abend auf der Couch absolut perfekt.

Zutaten

300 g Kartoffeln, geschält gewogen
250 g grüne Bohnen (TK oder frisch, ich bevorzuge allerdings die Tiefkühlvariante)
150 g Vollkornbandnudeln (oder Pasta nach Wahl)
100 g Pumpeapesto *) / alternativ irgendein pflanzliches Pesto nach Wahl
Olivenöl

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen (bei der Auswahl des Kochpotts bedenken, dass später noch Bohnen und Nudeln Platz haben müssen, 2 Liter Wasser dürfen es schon sein). Wenn die Kartoffeln munter köcheln, die grünen Bohnen zugeben und eine Weile wallen lassen, bis die Kartoffelstücke Biss haben, aber noch nicht ganz gar sind. Nun die Nudeln zugeben, umrühren und alles blubbern lassen, bis die Nudeln weich sind. Das Wasser abschütten, Haselnusspesto zugeben, unterrühren und das Ganze ggf. noch ein wenig salzen. Wem das Ergebnis im Pott zu trocken erscheint, der kann/darf/sollte noch 1 Eßl. Olivenöl zugeben und unterrühren.

Die angebene Menge füttert 2 hungrige Mäuler. Reste lassen sich aber auch prima im nächsten Tag in einer beschichteten Pfanne (ohne Öl, das ist ja schon drinne) anbraten.

Aber, aber…was ist denn überhaupt dieses “Pumpeapesto” und wie kommt man da ran?
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich aus einem Anflug von Erdnussbutter-Mangel-Panik ein köstliches Erdnuss-Kürbiskern-Mus zusammengehäckselt. Und während ich kürzlich so beseelt vor mich hinlöffelte, dachte ich so bei mir…”Das geht doch garantiert auch in herzhaft.” So mit ein wenig Knoblauch und Kräutern und Salz und ganz viel Schmackofatz und überhaupt.
Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Anglizismen, dafür aber umso mehr von Alliterationen, also konnte ich nicht widerstehen, das gute Zeug

*) Pumpea-Pesto

zu taufen. Pumpkin-Peanut-Pesto. Gesprochen “Pammpipesto”. Oder auch “voll datt geile Zoich!”

Zutaten

300 g Erdnüsse
100 Kürbiskerne
4 Knoblauchzehen
1 Eßl frischer Thymian
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
30 g Würzhefeflocken
150 g Olivenöl

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Foodprozessor nach Wahl schubsen (ob Thermo- oder Vitamix, Moulinette oder sonstige Lebensmittelzerödler), zu einer möglichst homogenen Paste zerhäckseln, in Gläser füllen, kühl stellen und vor dem Verzehr mindestens einen Tag durchziehen lassen. Fertig ist die Pumpea-Laube!

Dieses Pesto schmeckt nicht nur zur “Pasta alla mohranese”, sondern auch vorzüglich in Salatsoßen, zu gegrilltem Gemüse, Bratkartoffeln…Pumpea-Pesto macht irgendwie aus allem was. In saubere Gläser abgefüllt mit meiner zarten Ölschicht bedeckt und kühl gelagert hält sich das Pumpeapesto eine ganze Weile und kann auch prima zu Weihnachten verschenkt werden.

Wenn man so gar keinen Bock auf Pesto-Zusammenrödeln hat, kann man auch auf ein veganöses grünes Pesto aus dem Supermarkt zurückgreifen, aber ich finde bei diesem Rezept gerade die Nussnote allerköstlichst.


Wenn dir mein Blog gefällt – oder das Rezept geschmeckt hat – dann wirf’ mir doch einfach ein paar Taler in den Hut. Und fühl’ dich dafür (aus 2 Meter Abstand) umarmt.


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!

Tuffeldinger! – oder hochdeutsch: “Kartoffelplätzchen”

Die sozialen Netzwerke sind ja immer ein bisschen Fluch und Segen zugleich. Wenn man aber in den Weiten des Internetzes eine zeitweilig verschollene vegane Mitstreiterin wiederfindet, die einem dann auch sogleich eine Inspiration für eine einfache und köstliche Rest-Kartoffelverwertung kredenzt, DANN ist das ein sehr leckerer, uneingeschränkter Segen.
This one goes out to Lucy van Pelt. Danke für die Tuffele!

(‘Tuffele’ = rheinisch für “Kartoffeln”. Je nach Region sagt man auch “Grumpere”, aber nicht da, wo ich herkomme.

Wer mal wieder zuviele Kartoffeln gekocht hat oder dem schnöden Kartoffelpürre oder Salzkartoffeln als Beilage überdrüssig ist, dem seien diese fixen und wandlungsfähigen Kartoffelplätzchen ans Herz und auf die Gabel gelegt.
Ratzfatz gemacht – Knet-Spaß inklusive.

Zutaten

400 g gekochte Kartoffeln
60 g Margarine, zimmerwarm
ca. 3/4 TL Salz
schwarzer Pfeffer und Kreuzkümmel nach Gusto
80 g Dinkelmehl Typ 630
3 EL gehackte Petersilie, frisch, gefroren oder getrocknet, je nach Verfügbarkeit
(oder für Orient-Freaks wie mich: Koriander!)
Rapsöl zum Braten

Und jetzt wird losgetuffelt!

Die geschälten (kalten) Kartoffeln zusammen mit der (möglichst warmen) Margarine und den Gewürzen in eine Schüssel geben und mittels Kartoffelstampfer zu einem Brei zerdrücken.

Das Mehl am besten einsieben und ab hier gerne mit den Händen weiterkneten, bis man einen geschmeidigen Teig erhält. Wenn die Kartoffelmasse zu sehr klebt, kann ein weiterer Schwupps Mehl helfen.

Zum Schluß die Petersilie (oder den Koriander) unterkneten, Plätzchen formen und im Rapsöl in der Pfanne von beiden Seiten knusprig-braun braten. Die Tuffeldinger passen vorzüglich zu jeder Art von Wintergemüse oder Feldsalat und schmecken kalt und warm.
So einfach, so gut.

Natürlich kann man mit Gewürzen variieren, die Tuffeldinger vor dem Braten in diverse Körner oder gemahlene Nüsse tunken oder ihnen eine Füllung angedeien. Somit kann man sie zu nahezu jeder Gemüsebeilage passend machen. Somit sind sie sowas wie ‘das kleine Schwarze’ unter den Bratlingen. Nämlich.

P.S. – Wer der Meinung ist, dass die Tuffeldinger auf dem Foto einen Hauch zu lange in der Pfanne waren und es mit der Bräune ein wenig übertrieben haben, der…ähm, hat Recht.
Also – Augen auf beim Tuffeldingerbraten!

Variante mit Pasta – aka “Nuddeldinger”

Kennt ihr das, wenn die gekochte Nudelmenge bis auf das letzte kleine Nüdelchen auf die Portionsgrößen abgestimmt sind und nach der Mahlzeit kein einziger Nudelkrümel übrig ist?
Ähm.
Ich auch nicht.

Ich koche immer, immer, IMMER viel zu viele Nudeln und habe immer, immer, IMMER einen ganzen Pastaberg übrig. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich die Nudeln sogar im Abtropfsieb vermehren. Also dachte ich mir, dass ich einen Teil der übrigen Nudeln einfach mal in die Kartoffelplätzchen verstecken könnte, und tatsächlich war das ganz schön lecker.

Statt 400 g Kartoffeln habe ich nur 200 g gestampft und stattdessen 200 g Rest-Nudeln gründlich zerhäckselt und zusammen mit 50 g Margarine, Mehl und Gewürzen zu einem nicht-mehr-klebrigen Teig verwurstet. Daraus habe ich eine Rolle geformt, in Paniermehl gewälzt, das Ganze in ca. 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten, Vorder- und Rückseite ebenfalls in Paniermehl getunkt und die Plätzchen in Öl knusprig gebraten.

Die Teile schmecken warm und kalt – und wären nun ein Grund, NOCH mehr Nudeln zu kochen, damit auch bloß was übrigbleibt


Mohr-Tipp:
‘Herr Wirsing im Leckerland’ mit Möhren und Cashews wäre zum Beispiel ein äußerst charmanter Begleiter für die Tuffeldinger. Und wem das zu ausgefallen klingt, der sei beruhigt: Letzlich ist es nix Anderes als ‘Kartoffeln mit Gemüse.’



Immer noch nicht satt?! Dann schau’ doch in den MOHRTOPF – das ist für jeden Hunger was dabei. Vegan und ohne Gedöns!


Du willst “mehr Mohr”? Dann melde dich zum Newsletter an – kost’ nix und ist jederzeit kündbar!
[wysija_form id=”1″]