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[mohrkochen] Zitronenpasta mit Postelein

In der dunklen Jahreszeit ist mein Appetit auf frisches Grünzeug und knackige Salate eher spärlich vorhanden, auch wenn mein müder, schlapper Winterkorpus die darin enthaltenen Vitamine und Vitalstoffe vermutlich hände- bzw. zellenringend gebrauchen könnte. Dennoch gelüstet mich eher nach deftigen Suppen und heißen, dampfenden Gerichten mit Karacho.

Den Postelein (auch bekannt als ‘Portulak’ oder ‘gemeines Tellerkraut’), der vor ein paar Tagen mit seinen langen grünen Ärmchen aus meiner Ökokiste zugewunken hat, habe ich deswegen auch gleich zu einem leckeren Nudelgericht verarbeitet. Immerhin gibt’s durch die Zitronen eine fruchtige Note und das Grünzeug sorgt für einen fast schon frühlingshaften Look auf dem Teller (der allerdings in die Kategorie “Tarnen & Täuschen” fällt, denn die Kokosmilch sorgt für den nötigen Fettgehalt. Nicht das am Ende noch jemand vor Ende der Saison vom Winterspeck fällt. Wäre ja nicht auszudenken.)

Zutaten

1 Bio-Zitrone
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
ca. 350 ml Wasser
1 TL Gemüsebrühe
200 g Kokosmilch
200 g Spaghetti
ca. 1/2 TL Salz
1/4 TL Chilipulver
1/4 TL schwarzer Pfeffer
80-100 g Postelein

Die o.g. Menge füttert 2 hungrige Mägen.

Zubereitung

Die Schale der Zitrone vorsichtig abreiben und den Saft auspressen (oder andersrum. Wie es euch beliebt.)
Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel schälen, Knoblauch pressen und im Öl andünsten. Ca. 200 ml Wasser, die Gemüsebrühe und die Kokosmilch einrühren und aufkochen lassen.
Die Nudeln und den Zitronensaft zugeben (wer es nicht ganz so säuerlich mag, gibt erstmal die Hälfe des Saftes hinzu. Mehr geht ja immer….) und einrühren.

Der Vorteil solcher “One-Pot-Gerichte” ist zwar einerseits, dass man nur einen einzigen Topf verschmuddelt und wenig Spülarbeit hat – aber andererseits muss man auch den Topf hüten und kann nicht zwischendurch weggehen und die Welt retten. Dadurch, dass die Nudeln gleich in der Soße gargekocht werden, können sie auch leichter ansetzen. Also immer hübsch fein aufpassen und öfter umrühren.

Wenn die Flüssigkeit aufgesaugt ist, den Rest Wasser nachgießen und ab und an rühren.

Falls noch nicht passiert, könnte man nun den Postelein waschen und die langen Stielchen kleinschneiden. Die Blättchen können gerne ganz bleiben. Wenn die Nudeln gar sind, den Zitronenabrieb, den gehackten Postelein und die Gewürze zugeben, gut umrühren, nochmal kurz durchziehen lassen und kredenzen.

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[mohrkochen] Kokos-Milchreis

Treue Mohrbrief-Leser kennen dieses Rezept schon durch Mohrbrief Nr. 10 aus Juni 2015.
Aber eigentlich ist der Reis viel zu lecker, um ihn nicht mit der gesamten Blogleserschaft (und dem Rest des Universums) zu teilen. Find’ ich. Außerdem war die “alte” Variante noch mit Rohrohrzucker, diese hier wird mit Dicksaft geköchelt.


Milchreis mit Kokosmilch ist fix gemacht, wärmt bei dem kühlen Wetter ganz wunderbar den Bauch und sorgt zudem zuverlässig dafür, dass der wärmende Weihnachtsspeck bloß nicht allzu schnell verschwindet. Momentan braucht man ja zumindest noch ein leichtes Speckjäckchen auf den Hüften, damit man nicht fröstelt.

Zutaten:
400 g Kokosmilch
400 ml Reismilch (oder Wasser)
200 g Rundkornreis
50-60 g Agaven- oder Apfeldicksaft
1 Prise Salz

Zubereitung im Kochpott:
Zuerst werden Kokos- und Reismilch in einem Topf zum Kochen gebracht (kleine Erinnerung: 400 ml Flüssigkeit sind exakt die Menge, die in die leere Kokosmilchdose passt. Da kann der Messbecher im Schrank bleiben.), dann rührt man Reis, Salz und Dicksaft ein, packt den Topf-Deckel drauf und lässt das Ganze auf Sparflamme ca. 30 Minuten vor sich hin blubbern. Zwischendurch immer ein Auge drauf- und den Rührlöffel reinhalten, damit der Milchreis nicht anbrennt. Danach bei ausgeschalteter Herdplatte noch 10 Minuten quellen lassen.
(An dieser Stelle ein Hinweis aus der Bevölkerung – es klappt wohl auch, wenn man den Reis nur aufkochen lässt, gut umrührt, Deckel drauf und dann…hört, hört….ins Bett unter die Bettdecke packt und dort ziehen lässt. Das hab’ ich selbst aber noch nicht ausprobiert. Hab’ ja ‘nen Terrormix, der für mich rührt und köchelt – und eine Wärmflasche. Aber vom Grundsatz her befürworte ich diese energiesparende Bettdecken-Variante natürlich sehr.)

Zubereitung im Terrormix:
Natürlich klappt das Ganze auch im Thermomix, da muss man nicht rühren und hat die Arme frei, um die Welt zu retten. Oder Katzenköpfe zu kraulen.
Kokos- und Reismilch 7 Min./100 Grad/Stufe 1 zum Kochen bringen, Reis und Salz einrieseln lassen, den Dicksaft zugeben und die Höllenmaschine auf 30 Min./95 Grad/Stufe 1 mit Linkslauf einstellen. Wenn der Terrormix “Fertig!”, bzw. “Tüdelüdüüt!” brüllt, ausschalten und den Reis noch 10 Mnuten ziehen lassen.
Feddisch.

Dazu schmeckt uns Mangosoße oder Zimtzucker.
Die o.g. Menge reicht für 2 Freßsäcke (diese Angabe sorgte zwar schon für weitaufgerissene Augen, abe ja – wir essen so viel. Man kann die Portion aber vermutlich auch prima auf 4 Esser verteilen, ohne dass jemand verhungern muss.)


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Möhren-Bananensuppe

Obwohl dieses Rezept ziemlich schlicht und einfach nachzubauen ist, ist’s mal was Anderes als Erbsensuppe oder Linseneintopf. Ich mag ja dezent-exotische Süppchen mit Kokosmilch und Curry ohnehin supergerne, und mit Bananen ist es gleich doppelt lecker.

(Und es sei euch versichert – diese Suppe schmeckt 1000x besser, als sie auf dem miserablen Bild aussieht. In Sachen ‘Rezeptfoto’ ist hier noch enorm viel Luft nach oben.)

Zutaten

1 rote Zwiebel
etwas Kokosöl zum Anbraten
650 g Möhren (geschält gewogen)
1 Knoblauchzehe
750 ml Gemüsebrühe
250 ml Kokosmilch
1 rote Peperoni
1 TL rote Currypaste
1 TL Salz
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Paprikapulver
2 mittelgroße reife Bananen (ca. 220 g ohne Schale)

Zubereitung

Die Zwiebel schälen, in Stücke schneiden und in einem großen Topf in Kokos – oder Butterrapsöl anbraten, bis sie glasig werden. Die Möhren in Stücke schneiden und zu den Zwiebeln geben. Knoblauchzehe schälen, durch die Knobipresse jagen und in den Topf zu den Zwiebeln und Möhren geben, mit der Gemüsebrühe aufgiessen und so lange köcheln, bis die Möhren weich sind (das dauert ca. 25 Minuten).Kokosmilch unterrühren und das Ganze entweder mit dem Pürierstab gründlich durchpürieren oder in den Mixbecher eines leistungsstarken Food-Prozessors (Vitamix) geben und zu einer cremigen, feinen Suppe mixen. Dreimal dürft ihr raten, welche Variante ich bevorzuge…? Na? Klar! Vitamix iss’ King, da wird die Suppe richtig cremig und samtig)  Mit einem Pürierstab geht’s aber auch.

Suppe zurück in den Topf geben (natürlich nur wenn sie vorher in den Mixbecher umgezogen ist – beim Pürieren bleibt sie ja im Topf, iss’ klar…) Peperoni fein hacken und in die Suppe rühren, mit Currypaste, Salz, Kurkuma, Kreuzkümmel und Paprika abschmecken. Die  Bananen einmal längs halbieren und in Stücke schneiden, zur Suppe geben und nochmal aufkochen, solange bis die Bananenstücke anfangen ein wenig zu zerfallen (das passiert fixer als man denkt, also brav neben dem Herd stehen bleiben).

Und jetzt ab dafür. In die Teller, auf den Tisch!

Das Rezept füttert 2 Personen als Hauptgericht und macht 4 Esser als Vorspeise satt. Ich finde übrigens, dass die Suppe aufgewärmt nicht so dolle schmeckt, die Bananenstücke bekommen irgendwie eine komische Konsistenz, das fällt dann eher in die Kategorie “Jooo, kann man essen”…wer also auf Vorrat kochen möchte, bereitet am besten nur die Möhrensuppe zu und gibt die Bananen dann immer jeweils frisch beim Aufwärmen dazu.

Wer Chi-Chi mag, kann noch ein paar Bananenscheiben mit Curry bestäuben und kurz scharf anbraten und die Suppe damit und ein paar Spritzern Kokosmilch dekorieren.

Und am Ende noch ein wertvoller Tip – statt Möhren kann auch Kürbis ganz hervorragend für die Suppe verkocht werden.
Dann heißt sie natürlich am Ende “Kürbis-Bananensuppe”.
Logisch.

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