Schlagwort-Archive: Vegane Pralinen

[mohrkochen] Rossolinis

RossolinisDiese leckeren kleinen Kalorienbömbchen im Marzipanmäntelchen waren im letzten Jahr die Rezepte-Füllung des 24. Türchens im “Adventsmohr”. Allerdings habe ich dabei nicht so richtig bedacht, dass am Heiligabend nun garantiert niemand mehr Lust hat, um ewig lange an irgendwelchen Pralinchen zusammenzufrickeln, und dass wiederum NACH Weihnachten die meisten Leute wohl erstmal die Nase voll von Süßkram haben und sich erst recht nicht mehr zum Rossolini-Basteln in die Küche stellen.

Um dieses Schicksal eines Schattendaseins wieder auszugleichen, dürfen die süßklebrigen kleinen Kerlchen einfach nochmal auf die Mohrblog-Bühne, und zwar so frühzeitig, dass sich jeder noch vor Weihnachten den Bauch damit vollhauen kann. Zudem sind sie eine Tiptop-Möglichkeit, um übriggebliebenen Schokokuchen (hä? “übriggebliebener Kuchen”? Was soll DAS denn bitte sein?”) zu verwurschteln.

Zutaten:
Für die Füllung
150 g Trockenkuchenreste (Schokomuffins o.ä.)
50 g Puderzucker
1 EL Kakao
1 EL Amaretto
50 g Margarine

Für die Umhüllung
200 g Marzipan
rote Lebensmittelfarbe
1 EL Puderzucker
100 g Zartbitterkuvertüre

So geht’s im Terrormix:
Die Zutaten für die Füllung in den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 4 durchrödeln lassen.

So geht’s im Handbetrieb:
Die Muffins/den Kuchen mit den Händen fein zerbröseln oder einem Lebensmittelzerkleinerer nach Wahl kleinhäckseln.

Dann entweder im Zerkleinerer oder in einer Schüssel alle weiteren Zutaten zugeben und gut durchmischen/-kneten – das geht auch gut mit der Hand, hinterlässt aber unfein-schwarze Fingernagelränder.

Und so geht’s danach weiter:
Die Masse in eine Schüssel, Dose etc. umfüllen und mind. 1-2 Stunden im Kühlschrank parken (über Nacht geht natürlich auch, oder…ach, eben so lange wie ihr braucht, bis ihr Zeit zum Rossolini-Basteln findet.)

Die Marzipanrohmasse (zerbröseln) mit dem Puderzucker (drübersieben) und der Lebensmittelfarbe im Terrormix zu verkneten, wäre wirklich Unsinn (oder „Tinnef“, wie der Rheinländer sagt), das geht einfach und schnell mit der Hand. Wir haben eine Farbpulver aus dem Bioladen verwendet, dass mit Wasser angemischt wird und rote Bete enthält – so schließt sich der rote Kreis. Zum Verkneten dann am besten Handschuhen anziehen, denn das Farbpulver färbt sich nur das Marzipan, sondern alles drumherum, ganz besonders die Hände euphorischer Rossolini-Bastlerinnen.

Wer keine Lust hat, das Marzipan einzufärben, kann es natürlich auch seinlassen, geschmacklich kommt’s aufs Gleiche raus. Dann heißen die Röllchen am Ende eben „Biancolinis“. Oder..“weiße Marzipanröllchen“. Oder..ach, egal. Im Magen brauchen sie eh keinen Namen.

roellchenNun wird das Marzipan vorsichtig auf ca. 2-3 mm Dicke gleichmäßig (zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Papier) ausgerollt. Danach die Marzipandecke in Streifen schneiden.

Nun wird die schokoladige Füllung zu kleinen Röllchen (ca. 1,5 cm Durchmesser) geformt und auf die Marzipanstreifen gelegt und eingerollt, sodass das Marzipan die Kuchenmasse umhüllt.

Als kleiner Zwischengang sind die Rollen nun nochmal für ca. 1 Stunde ins Tiefkühlfach gewandert, dann lassen sie sich schöner schneiden. Wer geschickter ist und ein scharfes Messer hat, kann sich diesen Schritt sparen.

Die Rolle nun in kleine Stücke schneiden – wie lang, kann man selbst entscheiden, meine Rossolinis waren ca. 3,5 cm lang, was zwar eine feine Pralinengröße ist, aber das beidseitige saubere Eintunken in die Kuvertüre erschwert. Besser zu handhaben wären die Röllchen wohl dann ab ca. 5 cm Länge. Vielleicht einfach mal ein oder zwei Röllekes in die Kuvertüre tauchen und dann entscheiden, mit welcher Größe man am besten klarkommt.

Ach ja..wo wir gerade von Kuvertüre sprechen, die ist ja noch gar nicht geschmolzen…also, Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Ha!

Die kleinen Röllchen nacheinander mit beiden Ende in die Schokolade eintauchen und erkalten lassen. Dann vorsichtig nebeneinander in eine Dose legen und im Kühlschrank aufbewahren.

Über die Menge, die bei diesem Rezept herauskommt, kann ich leider keine präzisen Angaben machen, da jedes zweite Exemplar noch während des Bastelns in meinem Magen verschwunden ist. Wenn aber jemand die leckeren Teilchen nachbastelt und durchzählt, würden wir uns über eine Info zur Menge sehr freuen.


Du willst mehr “Mohr”? Gibt’s jeden Montag in meinem kostenlosen Newsletter – HIER registrieren!
Du willst einen aktuellen Adventsmohr? HIER lang!