Vegane Donauwelle – aka “Rheinwelle”

Vegane Donauwelle – aka “Rheinwelle”

An der Zubereitung einer veganen Donauwelle hätte ich mir um ein Haar die Zähne ausgebissen (wie auch in Folge 22 meines Podcast “Der Mampfcast” ausführlich bejammert) – egal, welche Rezeptur ich auch ausprobiert und welche zahlreichen Küchentipps ich auch befolgt habe, es ist mir partout nicht gelungen, eine vegane Buttercreme zu fabrizieren, die NICHT geronnen ist und grisselig geworden ist.
Nachdem ich eigentlich schon das Handtuch und resigniert sämtliche Donauwellen-Pläne in die Ecke geworfen habe, fiel mir plötzlich ein altes (und ja, ja…bisher unveröffentlichtes , man kommt ja zu nix!) Rezept für eine Zitronenbuttercreme ein, für die ich seinerzeit aus Kokosmilch einen Pudding gekocht und mit Alsan vergesellschaftet habe und eine wunderbar glatte, absolut grisselfreie Creme aufs Törtchen streichen konnte. Und sie da – täteräääää! – es hat geklappt und so konnte ich das Mammutprojekt “Vegane Donauwelle” endlich zufriedenstellend zum Abschluss und auf die Kaffeetafel bringen.

Ein Wort zur Teigdicke:

Mit diesem Rezept wird der Teigboden ein wenig dicker als zumeist üblich bei einer veganen Donauwelle – deswegen nenne ich sie einfach “Rheinwelle”. Ätsch! Nachdem der Kuchen nun endlich gelungen und sowohl von der Creme- wie auch der Ganachemenge passt, wollte ich nicht dann auch nicht mehr am “winning team” herumexperimentieren.
Mir schmeckt’s ohnehin super genau so wie es ist. Wer einen dünnen Boden haben möchte, könnte evtl. einfach noch 2-3 Muffins aus dem Teig backen.

Normalerweise haue ich meine Kuchen und Gerichte ja immer ratzfatz aus dem Ärmel, in diesem Falle hier kommt man nun leider nicht um mehrere Arbeitschritte herum. Ich teile mir die Produktion meiner veganen Donauwelle einfach in 2 Tage auf – am ersten Tag wird gebacken und Pudding gekocht, am zweiten Tag folgt der Rest. Und eigentlich sieht’s schlimmer aus, als es ist….und lohnt sich!

Ich habe mal versucht, die Arbeitschritte mit verschiedenen Farben ein wenig übersichtlicher zu halten – nicht abschrecken lassen, es ist wirklich kein Hexenwerk. Und ich meine…wenn ICH das hinkriege, dann….genau!

Zutaten Teigboden:

  • 320 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
  • 180 g Zucker
  • 1 Tütchen Bourbon-Vanillezucker (8 g)
  • 1 Tütchen Weinsteinbackpulver (20 g)
  • 300 g Hafermilch
  • 140 g Pflanzenöl geschmacksneutral
  • 20 g Kakaopulver
  • wer mag: ein paar Tropfen Bittermandelaroma
  • 200 g Schattenmorellen (ich verbacke TK-Kirschen)

Zutaten “Butter”creme:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 100 ml Wasser
  • 40 g Speisestärke
  • 40 g Rohrohrzucker
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 25 ml Amaretto
  • 180 g Margarine (ich verwende Alsan)

Zutaten Ganache:

  • 140 g Blockschokolade
  • 60 ml pflanzl. Sahne
  • 15 g Margarine

Und so wird der Teig gemacht:

Zuerst den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze einstellen.
Die trockenen Zutaten (bis auf den Kakao!) in eine große Rührschüssel füllen und mit einem Löffel durchmischen. Dann die flüssigen Zutaten auf die Mischung gießen und alles fix mit einem Schneebesen oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verrühren – nicht länger rühren als nötig!

Einen Backrahmen auf ca. 25 x 25 cm ausziehen (oder eine entsprechende, möglichst rechteckige Backform einfetten) und die Hälfte des hellen Teiges einfüllen. Danach den Kakao in die Rührschüssel zugeben, schnell und gründlich zu einem dunklen Teig vermixen und vorsichtig über den hellen Teig verteilen.

Die Kirschen gleichmäßig verteilen und ein wenig “eindrücken”.

Im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!)

Und so wird die Buttercreme gemacht:

Kokosmilch erst langsam im Topf erwärmen, ein wenig davon beiseite nehmen und mit dem Wasser, dem Zucker und der Speisestärke verrühren (Das geht super in einem Cocktailshaker, aber auch ganz schnöde mit’m Schneebesen).

Danach die Kokosmilch unter Rühren im Topf aufkochen lassen, das Zucker-Stärke-Gemisch sowie Amaretto dazugeben und kräftig rühren. Unter Rühren ein wenig aufblubbern lassen…und auch hier: Fertig ist die Pudding-Laube!

Den so entstandenen Pudding umfüllen und kühl stellen. Er sollte höchstens Zimmertemperatur haben bei der späteren Verarbeitung.

Und jetzt wird aus dem Pudding eine Buttercreme. Schnallen sie sich an, es geht los!

Um alles richtig zu machen und kein Risiko einzugehen, habe ich Pudding und Margarine einen halben Tag nebeneinander auf der Arbeitsplatte vergesellschaftet, damit sie wirklich und auf jeden Fall und 100% die gleiche Temperatur haben. Den Pudding habe ich dann sicherheitshalber noch zu einer ganz glatten Creme püriert. Ob das alles unbedingt notwendig ist, kann ich nicht sagen…ich bin halt ein gebranntes Buttercreme-Kind und wollte auf jeden Fall vermeiden, am Ende wieder eine Grissel-Creme in der Rührschüssel zu haben.

Ganz klassisch wird die zimmerwarme Margarine dann in einer Rührschüssel mit einem Handmixer aufgeschlagen und der Pudding esslöffelweise zugegeben und gut untergerührt. Immer erst einen Löffel unterrühren, bis man den nächsten zugibt, hier braucht es tatsächlich ein wenig Geduld.

Die so entstandene – hoffentlich glatte und homogene – Creme gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und kühl parken.

Und so wird die Ganache gemacht:

Bevor das schokoladige Häubchen auf den Kuchen kommt, sollte die Buttercreme richtig gut abgekühlt sein und im günstigsten Fall ein paar Stunden im Kühlschrank verbracht haben.

Sahne und Margarine auf kleiner Flamme in einem Topf erhitzen, Schokolade hacken und
einrühren, bis eine homogene Creme entsteht und sich alle Schokostücke aufgelöst haben. So
lange abkühlen lassen, bis die Ganache fester, aber noch streichfähig ist.
Ganz wichtig: Ganache niemals nicht auf gar keinen Fall kochen lassen!

Vorsichtig auf dem Kuchen verteilen und glattstreichen und wieder kühl stellen.


Nach ein paar Stunden ist der Kuchen dann nun ENDLICH fertig und darf verschnabuliert werden. Und das Projekt “vegane Donauwelle” darf mich Stolz als “erfolgreich abgeschlossen” betrachtet werden!

Am besten ist er aber tatsächlich, wenn er insgesamt ca. 6-7 Stunden kühl steht.
Bei Zimmer- oder Sommertemperatur wird die Creme recht fix weich – also am besten nicht stundenlang auf der Kaffeetafel in der Sonne brutzeln lassen.
Dann schwimmt die Rheinwelle davon – und das wäre schade drum.

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